Sonntag, 23. April 2017

Ayurvedische Chai Tee Cookies [...und ein bisschen über Ayurveda]

Das erste Mal das ich mich näher mit Ayurveda auseinandergesetzt habe, war in der Fachhochhschule. Dort haben wir in einem Modul nämlich verschiedene Kostformen analysiert. Neben Makrobiotik, der Vollwert-Ernährung nach Claus Leitzmann und der vegetarischen Ernährung stand auch die ayurvedische Ernährung auf dem Lehrplan.
Meiner Meinung nach eine sehr interesante Ernährungsform!🤓
Im Folgenden habe ich die Grundzüge von Ayurveda grob skizziert, aber natürlich könnt Ihr auch direkt zum Rezept springen 😉

Was ist eigentlich Ayurveda?
Im Mittelpunkt der Ayurveda steht die Lehre von den fünf Elementen, die den drei Doshas/ Konstitutionstypenzugeordnet werden. 
Diese Doshas heißen Vata, Pitta und Kapha. Jeder dieser Typen wird einem Element zugeordnet wie z.B. Pitta dem Element Feuer und auch teilweise dem Element Wasser zugeordnet ist. Zudem hat jeder Typ eine Funktion. Vata steuert zum Beispiel alle Bewegungen im Körper, den Atem und Nervenimpulse. Pitta ist für das Verdauungssystem, den Stoffwechsel und dem Wärmehaushalt zuständig. Um herauszufinden, welcher Typ man ist - wobei man auch ein Mischtyp sein, d.h. man kann sich mit zwei Typen identifizieren -  gibt es eine Tabelle mit Eigenschaften der jeweiligen Typen. Kapha-Typen neigen zu einem schweren Körperbau, während Vata über einen  leichten Körperbau verfügt. Pitta ist sozusagen das Zwischending, diese Typen haben eine normalen, mittelschweren Körperbau. Neben dem Körperbau zählen noch Eigenschaften wie Wärme-bzw. Kälteempfinden eine Rolle, das Gedächtnis (Langzeit vs. Kurzzeitgedächtnis), einige Wesenszüge, die Verdauung und die Schlafqualität.
Ayurvedische Ernährungsweise & Küche
 Kennzeichend für die ayurvedische Ernährung ist eine vegetarisch Kost. Auf dem Speiseplan stehen in erster Linie gegarte Speisen, da diese als besser verdaulich gelten. Für jeden der drei Dosha gibt es eine bevorzugte Ernährung, soll heißen, dass ein Typ besser leichte Speisen isst und ein anderer Typ eher gehaltvollere verträgt.
Daneben spielen die Geschmacksrichtungen eine sehr große Rolle, die hier süß, sauer, salzig, bitter, scharf und herb sind. Kräuter sind deshalb unverzichtbar in der ayurvedischen Küche.
Wie jede Ernährungsform gibt es auch hier Lebensmittel, die gemieden werden sollen. Ganz klassisch sind das raffinierte Kohlenhydrate wie Weißmehl und Zucker, Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee, Konserven, Fleisch, aber auch Fisch und in der Mikrowelle aufgetautes Essen.
Eine Mahlzeit, die gerne mal aus mehreren Gängen bestehen darf, soll alle der sechs Geschmacksrichtungen beinhalten. In der ayurvedischen Ernährung beginnt man übrigens mit dem Dessert und arbeitet sich dann nach vorn durch.
Den sechs einzelnen Geschmacksrichtungen werden jeweils bestimmte Wirkungen zugeschrieben und Lebensmitteln zugeordnet. So wird süß eine beruhigende, aber für die Bauchspeicheldrüse anregenden Wirkung zugeschrieben und wird u.a. mit Reis, Süßkartoffeln, Milch, Datteln und Sirup assoziiert.

Diese Cookies sind klar dem süßen zugeordnet, aber auch sehr aromatisch und würzig durch die verschiedenen Gewürzen im Chai-Tee. Besonders die Süßholznote ist im Chai-Tee sehr präsent, danach kommen die Aromen des Zimt und der Gewürznelken durch.
Zutaten für 2 Bleche ayurvedische Chai-Cookies:
300 g Dinkelmehl Typ 1050
1 Prise Meersalz
200 g Butter (wenn es "richtig" ayurvedisch sein soll, nehmt Ghee, das ist geklärte Butter)
50 g Rohrohrzucker
4 Beutel Chai-Tee bzw. 4 TL Chai-Teemischung (bestehend aus Süßholz, Ceylon Zimt, Gewürznelken und Pfeffer)

Außerdem:
ca. 50 g Rohrohrzucker zum Wälzen der Cookies

Zubereitung:
Zuerst die Chai-Teemischung im Mörser fein mahlen und durch ein Sieb streichen. So erhält man das Pulver, welches später in den Teig kommt. Der grobe Teesatz sollte verworfen werden.
Die Butter mit dem Rohrohrzucker aufschlagen. Anschließend das Chai-Tee-Pulver zufügen. Zuletzt das Mehl und das Salz unterkneten.
Aus dem Teig viele kleine Kugeln formen, in Rohrohrzucker wälzen und auf ein Backblech setzen. Bei 175° Ober-/Unterhitze für 10-15 Minuten backen. Sobald die Cookies aus dem Ofen kommen, mit der Hand plattdrücken, sodass sie rissig werden (das ist hier ausnahmsweise erlaubt ;) . Die Cookies auf einem Kuchenrost auskühlen lassen und in Blechdosen lagern.

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Montag, 17. April 2017

Münsterländer Struwen [Westfälische Küche]

Heute habe ich wieder ein Rezept aus dem Münsterland!
Nach dem Roggen-Rosinenbrot und den Stippmilch-Ecken habe ich mich nun an Münsterländer Struwen gewagt.
Dieses Hefegebäck kommt klassischerweise Karfreitags auf den Tisch. Von der Form her erinnern die Struwen an Pancakes, da sie klein und rund daherkommen. Der Teig ist im Nu zubereitet und anders als Hefeteig, der üblicherweise eine Stunde oder mehr gehen soll, wird dieser bereits nach 20 Minuten weiterverarbeitet und zwar in der Pfanne.
Es ist ein eher zäher Hefeteig, der mit einer Kelle in eine gut mit Öl bepinselte Pfanne gegossen wird und dort in kurzer Zeit fertig bäckt.
Oft wird der Struwen-Teig mit Rosinen gespickt, manchmal auch mit Äpfeln. 
Dazu gibt es Zimtzucker, Puderzucker oder wie bei uns Apfelmus.
Damit die ersten Struwen nicht kalt werden, habe ich sie zum Warmhalten in den Ofen bei 50° C gepackt und erst als alle fertig gebacken waren, auf den Tisch gestellt.
Die Struwen standen ja schon lange auf meiner Liste bzw. waren auf meinem Pinterest-Board vorgemerkt. Aber erst als ich Karfreitag Bilder auf sozialen Netzwerken sah von dieser Münsterländer Spezialität, sind sie mir wieder eingefallen. Ich habe mich auch kurze Zeit später in die Küche gestellt und den Teig gerührt.
Man kann die Struwen bestimmt auch ganzjährig essen, wenn es einem danach gelüstet. Ich habe sie zumindestens vergangenen Sommer bei Münster verwöhnt am Schlossplatz probiert, hier allerdings in der herzhaften Variante mit Kräutern - Auch sehr lecker! :)

Das Rezept habe ich übrigens von der Seite des landwirtschaftlichen Wochenblatts

Zutaten für 12-15 Struwen:
500 g Mehl (bei mir Dinkel Typ 630)
1 Pck. Trockenhefe (oder ein Stück Frischhefe)
2 EL Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
3/8 l Vollmilch (375 ml)
125 g Rosinen (vorher abspülen)

Außerdem:
Rapsöl zum Braten
Zimtzucker
Puderzucker
Apfelmus

Für das Apfelmus:
4 mittelgroße Äpfel
1 EL Zitronensaft
2 EL Vanillezucker
 
Zubereitung:
 Das Mehl mit der Hefe und dem Zucker mischen. Übrige Zutaten (außer Rosinen) zufügen und alles zu einem homogenen Teig verrühren. Den Hefeteig an einem warmen Ort 20 Minuten gehen lassen. Anschließend die Rosinen unterkneten.
Eine Pfanne mit Öl erhitzen und jeweils mit einer kleinen Kelle oder einem Esslöffel vier gleichgroße Teig-Portionen in die Pfanne geben. Von beiden Seiten goldbraun anbraten (Vorsicht, das geht schneller als man denkt!).

Für das Apfelmus die Äpfel gut waschen. Kerngehäuse entfernen, vierteln und in nicht allzu große Stücke schneiden. In einem Topf geben, Zitronensaft und Zucker zufügen und bei mittlerer Hitze einige Minuten dünsten. Anschließend mit dem Pürierstab pürieren.

Anschließend mit Puderzucker oder Zimtzucker servieren und einem Klecks Apfelmus  :)
Guten Hunger!

P.S. Ich habe gerade gesehen, dass dies schon mein 300. Post auf diesem Blog ist! 😳
 
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Samstag, 15. April 2017

Fruchtige Festtagstorte: Heidelbeer-Schmand-Torte

Ich liebe Blaubeeren!
Und ja, ich weiß, dass die Blaubeer-Saison so ziemlich weit entfernt ist.
Aber schlaufuchsig wie ich manchmal bin, habe ich ja vergangenen Sommer eifrig mit meiner Mutter Blaubeeren auf der Plantage in der Region gepflückt! ;)
Das waren um die sieben Kilo, glaube ich. Die meisten mache ich mir in mein morgendliches Müsli, in diese Blaubeer-Zimt-Brötchen oder ganz neu - in diese Blaubeer-Schmand-Torte, die ich zum Geburtstag meiner Schwester gebacken habe!
Und sie ist fantastisch lecker, die wurde auf der Kaffeetafel mehrmals nachgenommen und hat im Battle gegen die Schwarz-Weiß-Amerikaner und der Apfel-Torte mit Quarkcreme gewonnen (obwohl die anderen beiden auch sehr lecker waren, wurde mir versichert! ;) 
Gut, die Heidelbeeren aus dem Glas habe ich allerdings nicht selbst eingemacht, die wurden gekauft. Hier werden auch nicht nur die Heidelbeeren an sich, sondern auch der Saft verwendet, nämlich für den Heidelbeer-Spiegel.
Bitte nicht erschrecken, die Zutatenliste und Zubereitung ist lang, aber es ist wirklich kein Hexenwerk! Ich habe diese Torte und die Apfel-Torte im (fast) Alleingang zusammen geschustert (meinte Mutter musste mir nur bei der Gelatine beistehen :D) und hatte nebenbei und danach noch genug Zeit fleißig für die Klausur zu lernen, die zwei Tage später anstand ;D 
Und für meine Schwester ist mir keine Torte zu aufwendig ;P 
Zutaten (für eine 26-28 cm Springform):
Für den hellen Biskuit:
2 Eier
75 g Zucker
60 g Mehl
1 TL Backpulver
20 g Speisestärke

Für den dunklen Biskuit:
2 Eier
75 g Zucker
50 g Mehl
1 TL Backpulver
20 g Speisestärke
10 g Backkakao

Für die Puddingschicht:
250 ml Milch
1 Pck. Puddingpulver Eurer Wahl (bei mir Vanille)
2 EL Zucker

Für die Blaubeer-Schmand-Creme:
100 g Wild-Heidelbeeren aus dem Glas
200 g TK-Heidelbeeren
150 g Zucker
Saft einer halben Zitrone
600 g Schmand 
100 g Schokoraspel (Zartbitter)
8 Blatt rote Gelatine 
200 g Sahne (steif geschlagen)

Für den Heidelbeer-Spiegel:
1 Pck. Tortenguss
250 ml Heidelbeersaft (den aus dem Glas) 
2 EL Zucker

Topping:
50 g steif geschlagene Sahne
ein paar TK-Blaubeeren

Zubereitung

Biskuitherstellung:
Für den Biskuit die Eier mit dem Zucker 5 Minuten hellcremig aufschlagen.
Das Mehl mit der Stärke und dem Backpulver mischen und behutsam mit einem Teigschaber unter die Eier-Zucker-Masse heben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und glattstreichen (den Boden mit dem Backpapier der Springform vorher etwas fetten, aber nicht den Rand der Springform).
Im vorgeheizten Ofen bei 175°C ca. 12-15 Minuten backen. Der Boden darf nicht braun werden, dann ist er bereits trocken. Lieber ein oder zwei Minütchen vorher rausholen.

Für den Schokoladenbiskuti das ganzue Procedere wiederholen. Der Kakao wird hier mit Mehl, Backpulver und Stärke gemischt und untergehoben.

Beide Böden auskühlen lassen.

Die Zwischenschicht: Der Pudding
Währenddessen den Pudding herstellen. Dafür das Pulver mit Zucker und 6 EL Milch glattühren. Die restliche Milch erhitzen und sobald sie hochkocht, das glattgerühte Puddingpulver unterrühren, kurz aufkochen lassen (immer weiter rühren!) und von der Herdplatte nehmen.

Zusammensetzen der Torte - Part I
Wenn die beiden Biskuitböden erkaltet sind, um den hellen Biskuit einen Tortenring stellen. Den Pudding auf den Boden gießen und mit einem Tortenheber oder Löffel verteilen (nicht zu nah an den Rand, sonst läuft der Pudding unschön am Rand hinunter).
Den Pudding erkalten lassen und erst dann den dunklen Biskuit obendrauf setzen.
Die Blaubeer-Schmand-Creme
Nun die Blaubeer-Schmand-Creme herstellen. Dafür die TK-Blaubeeren auftauen (am besten ihr nehmt die ein paar Stunden vorher aus dem Tiefkühler) und mit dem abgetropften Blaubeeren aus dem Glas pürieren. Zucker und Zitronensaft dazugeben und durch durchmixen. Schmand unterrühren, ebenso die Schokoladenraspel.
Die Gelatine
Die Gelatine fünf Minuten in kaltem Wasser einweichen lassen.
Anschließend ausdrücken und im Wasserbad (ich nehme immer einen Schmelztiegel) unter Rühren auflösen. Nun kommt der Temperaturausgleich der für mich ebenso spannend ist wieder der letzte Harry Potter Teil (ach was, für mich sind alle sehr spannend ;), weil davon leider so verdammt viel abhängt, nämlich die Konsistenz der Füllung. Hier also bitte vollste Aufmerksamkeit und seelischen Beistand anfordern.
In die aufgelöste Gelatine (die sehr warm ist), gebt ihr nun einen Esslöffel der Blaubeer-Creme und rührt, damit alles schön homogen ist. Dann gebt ihr einen weiteren Esslöffel der Blaubeer-Creme dazu, rührt und gebt den letzten finalen 3. Esslöffel Blaubeer-Creme dazu. Nun sollte die Gelatine heruntergekühlt sein (ihr braucht das nicht mit dem Finger zu testen, ihr geht einfach davon aus) und gießt diese Gelatine-Masse nun unter ständigem Rühren (am besten Handmixer) in die Schüssel mit der restlichen Blaubeer-Creme. Immer schön rühren dabei und beten, dass nichts klumpt (die Klumpen erinnern nachher beim Torte essen nämlich an Gummibären. Von der Konsistenz her. Und glaubt mir - das will keiner.)
So, wenn alles homogen miteinander geworden ist, stellt die Masse ca. 10 Minunten in den Kühlschrank. Die Gelatine dickt in dieser kalten Masse sehr schnell an. Sobald die Masse etwas dicker wird, sofort die steif geschlagene Sahne unterheben und die gesamte Creme auf den dunklen Schokoladenbiskuit füllen, glattstreichen und für 2-3 Stunden kaltstellen.

Tortenguss 
Für den Tortenguss Heidelbeersaft mit Zucker und Tortenguss verrühren und erhitzen. Immer wieder rühren und sobald es hochkocht, die Hitze herunterschalten und 1 Minute unter ständigem Rühren köcheln lassen.
Den Tortenguss eine Minuten erkalten lassen und vorsichtig auf die durchgekühlte Blaubeer-Creme gießen und gleichmäßig verteilen. 
Der Guss sollte mindestens 20 Minuten erkalten, dann ist er schnittfest.

Dekoration
Zum Schluss geschlagene Sahne in eine Spritztülle geben, dicke Tuffs  rundherum auf die Torte setzen und in jeden zweiten Tuff eine Blaubeere setzen.
In die Mitte der Torte fünf Tupfen setzen, sodass es aussieht wie eine Blume und mittig noch eine Blaubeere platzieren :)

Welche Torte kommt bei Euch zu Ostern auf den Tisch?

Samstag, 8. April 2017

Schoko-Brötchen wie vom Bäcker

 Schokobrötchen erinnern mich an meine Kindheit. Wenn meine Mutter mit uns Kindern unterwegs in der Stadt war, gab es nämlich immer ein Schokobrötchen vom Bäcker auf die Hand (quasi to go 😉) und weiter ging die Einkaufstour.
Natürlich habe ich mir in den letzten Jahren auch hin und wieder ein Schokobrötchen beim Bäcker gekauft. Aber ihr kennt das. So wie früher ist es nie...
Als neulich beim Bäcker vor mir ein kleines Kind mit seiner Mutter war und die Verkäuferin ihm ein Schokobrötchen geschenkt hatte (So eine Frechheit! :D), ist mir dann die Idee gekommen, einfach mal selbst Schokobrötchen zu backen!

Die Brötchen sind mit dem Backpulver im Nu gemacht. Als ich das Blech aus dem Ofen geholt habe, wurden sie auch gleich einer Geschmacksprobe von meiner Familie unterzogen. Normalerweise werden die Brötchen mit einem verquirltem Ei bestrichen vor dem Backen, aber das mögen wir alle nicht so gerne und deswegen bleibt es so blank.

Wenn man die Brötchen nicht alle sofort aufisst, empfehle ich den Rest einzufrieren und bei Bedarf in der Mikrowelle kurz aufzutauen.  

Ansonsten - backt diese schnellen Brötchen doch einfach zum Oster-Brunch! :) 
Zutaten für 9 große Schoko-Brötchen:
300 g Dinkelmehl (bei mir 200 g Typ 630 + 100 g Typ 1050)*
1 Pck. Backpulver (15 g) 
1 Prise Salz
50 g Zucker (wer es süß mag, nimmt mehr)
250 g Quark (bei mir 20 % Fett)
4 EL Vollmilch
4 EL Rapsöl
1 Ei
80 g Schokotröpfchen 

1 Ei zum Bestreichen der Brötchen (optional)

*das Rezept funktioniert natürlich auch mit herkömmlichen Weizenmehl Typ 405 

Zubereitung: 
Die trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander mischen, die feuchten Zutaten zufügen und mit dem Knethaken zu einem Teig verkneten.
Die Hände etwas befeuchten und aus dem Teig 9 Portionen abstechen und zu Kugeln formen. Mit genügend Abstand (im Ofen gehen die Brötchen stark auf) auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 175° Ober-/Unterhitze für ca. 20-25 Minuten backen. Die Brötchen sollen nur leicht gebräunt sein, ansonsten werden sie trocken.
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Dienstag, 4. April 2017

Carrot Cake Whoopie Pies zum Tag der Karotte [Ein Blog-Event von und mit Münsterland-Bloggern]

Whoopie Pies are back!
Erinnert Ihr Euch, vor knapp zwei Jahren habe ich ein paar Whoopie Pie Rezepte hier veröffentlicht und war hin und weg von diesen leckeren Doppeldecker-Kuchenkeksen mit Cremefüllung :) 
Das war im Sommer bevor ich für das Studium von zu Hause auszog. Dann aber ich mich aber eine Zeit lang auf Kuchen im Glas konzentriert, weil ich ja in meiner eigenen kleinen Wohnung keinen Backofen hatte und nicht wochenlang ohne Kuchen auskommen konnte ;)
Dann kam meine Phase mit glutenfreien Gebäcken, dann mal ohne Zucker, dann vermehrt Brote und und und...da merkte ich dass ich einfach zu neugierig bin, um mich lange an eine Kuchenart festzuhalten. Es lebe die Abwechslung, zumindestens was das Essen betrifft 😉
Aber vor Kurzem kamen mir die Whoopie Pies wieder in den Kopf.
Nämlich als ich überlegt hatte, was für ein Gebäck ich Euch zum Tag der Karotte kredenzen kann (ich merke, dass ich heute wieder einmal in Alliterationen-Laune bin, besonders was den Buchstaben K betrifft 😄)
Zum heutigen Tag der Karotte haben ein paar Münsteraner Blogger und ich uns nämlich ein Blogevent überlegt, nämlich dass jeder von uns auf seinem Blog ein Rezept mit Karotten postet. Egal ob Hauptgericht, Kuchen oder sonstwas - Hauptsache die Karotte ist drin! 😉

Auf einem Backblog sollte demnach ein Karottenkuchen her, aber in den letzten Jahren haben sich schon einige Rüblikuchen hier versammelt, um euch Inspirationen (und das nicht nur zu Ostern) zu liefern. Es musste also etwas anderes mit Möhren her...da fiel ich mir mein Whoopie Pie Buch in die Hände, in denen ich auch ein Rezept für diese Carrot Cake Whoopie Pies entdeckte.  Das Rezept habe ich dabei aber noch kräftig ummodeln müssen, Nüsse raus, Haferflocken rein, Butter aus der Creme raus, Frischkäse rein, Zuckermenge reduziert und noch ein paar Kleinigkeiten. Ihr kennt das ja 😉 Herausgekommen sind das diese süßen Teilchen hier. Der Teig ist hier irgendwas zwischen Kuchen und Keks. Wobei von der Konsistenz her eher Kuchen (weich) und vom Format ein Cookie. Der Whoopie Pie an sich ist zwar kein bisschen trocken, aber die Frischkäse-Creme (oder etwas anderes cremiges) muss hier einfach sein 😉





Hier sind alle BMO-Blogger (Blogger aus Münster & Osnabrück) aufgelistet, die dabei sind: 

Michael von Salzig-Süß-Lecker
Julia von Naschen mit der Erdbeerqueen
Tina von Küchenmomente
Jenni von Jennisideenreich
Regina von Kochen aus Liebe 
Verena von Hand und Honig
Alex von SchokoladeFee 
Felix von Felix Kochbook 

Auf meinem Kochblog Probieren & Studieren habe ich heute übrigens ein Rezept für im Ofen gegarte Honig-Rüben mit Cashewnüssen
Schaut gerne mal vorbei!

Das Banner hat übrigens Maren von LittleLoveLetters designt. 
Carrot Cake Whoopie Pies
Zutaten für 16 Doppeldecker Whoopie Pies:
Für den Whoopie Pie Teig:
100 g Butter oder Margarine
90 g Rohrzucker
1 Ei
60 ml Apfelsaft (alternativ: Orangensaft)
70 g geriebene Möhre
1 Msp Zimt
1 Prise Salz   
180 g Dinkelmehl Typ 630
1 TL Backpulver
50 g fein gemahlene zarte Haferflocken (alternativ: Gemahlene Nüsse oder Mandeln)

Für die Füllung:
200 g Frischkäse
30 g Puderzucker 
Saft einer halben Orange
etwas Orangenabrieb
2 EL Schokoladenraspel 

Zubereitung:
Für den Teig die Butter (oder Margarine) mit dem Zucker cremig rühren. Das Ei unterrühren, ebenso den Apfelsaft und die Möhrenraspel.
Dinkelmehl, Haferflocken, Backpulver, Zimt und Salz vermischen und zu den nassen Zutaten geben. Mit einem Teigschaber kurz alles miteinadner vermengen. Die Hände anfeuchten und aus dem Teig kleine Kugeln formen. Mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen  und im Ofen bei 180°C ca. 12-15 Minuten backen. Um zu sehen, ob die Whoopie Pies gar sind, hebt einen Whoopie vom Blech an und schaut, ob der Boden etwas gebräunt ist. Dann sind sie fertig.
Die Whoopies aus dem Ofen holen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Währenddessen die Füllung zubereiten. Dafür Frischkäse mit dem Orangensaft, Orangenzesten und Puderzucker verrühren. Falls die Creme zu flüssig sein sollte, müsst Ihr etwas weiche Butter unterrühren und die Creme einige Zeit kaltstellen. Dann zieht die Creme wieder an und man kann die Whoopies damit befüllen. Ansonsten gebt erstmal nur einen Teil vom Orangensaft zum Frischkäse und schmeckt ab, ob das Orangenaroma ausreichend ist.
Einen Whoopie nehmen, mit 1 TL Frischkäse-Creme bestreichen und einen zweiten Whoopie Keks obendrauf setzen und leicht (!) andrücken. Die Whoopie Pies erst kurz vor dem Servieren füllen (max. 1 Stunde vorher), da sie sonst arg durchweichen.   
 
Weitere Karottenkuchenrezepte habe ich hier für Euch:

Möhren-Biskuitroulade
http://patces-patisserie.blogspot.com/2016/03/mohren-biskuitroulade-mit-apfel-quark.html

Möhren-Gugelhüpfer
http://patces-patisserie.blogspot.com/2013/03/part-ii-midi-mohren-gugelhupfer.html 


Carrot Cake mit Frischkäse-Glasur & Haferkeksen
http://patces-patisserie.blogspot.com/2015/03/carrot-cake-mit-haferkeksen-inside-und.html

Rübli-Muffins mit Apfel & Dinkel   
http://patces-patisserie.blogspot.com/2015/03/fluffige-apfel-rubli-muffins-mit.html

 Möhren-Brot
http://patces-patisserie.blogspot.com/2014/11/mohrenbrot-bringt-farbe-in-den-tristen.html

 Möhren-Quinoa-Brot
http://patces-patisserie.blogspot.com/2016/10/kerniges-mohren-quinoa-brot-glutenfrei.html
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