Samstag, 25. März 2017

Apfel-Torte mit Quark-Creme & Schokolade

Kann ein Blog genug Apfelkuchenrezepte haben? Klare Antwort: Nein 🙂
Apfelkuchen geht immer. 
Natürlich besonders im Herbst, wenn die Ernte eingefahren wurde, im Winter, weil die großzügige Ernte doch etwas zu großzügig war und im Frühjahr um den verbliebenen und bereits mehr oder weniger verschrumpelten Äpfeln, die letzte Ehre zu erweisen.
Das geht nur stilecht in einem Kuchen, versteht sich ja von selbst ;)
Weil meine bisherigen Apfel-Torten-Rezepte sehr nuss-bzw. mandellastig waren, habe ich nun eines, dass ohne Mandeln und Nüsse auskommt. Für uns Allergiker also super geeignet!
Das Rezept ist bereits mehrfach von meiner Familie erprobt, aber komischerweise noch nie fotografiert und gebloggt worden. Das ändert sich mit diesem Post! 
Zutaten für eine 26 cm Springform:
 Für den Biskuit:
3 Eier
90 g Zucker
90 g Mehl
1 Msp Backpuler 

Apfelschicht:
750 g Äpfel
etwas Zitronensaft
 1 Pck. Vanillepuddingpulver
450 ml Apfelsaft
50g Zucker

Quarkcreme:
125 g Magerquark
200 g Sahne
50 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt

ca. 30 g Zartbitterschokolade 

Zubereitung:

Für den Biskuit die Eier mit dem Zucker ca. 5 Minuten hellcremig aufschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen, glattstreichen und bei 175°C 15 Minuten backen.
Den Biskuit auskühlen lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und die Viertel in Scheiben schneiden. In einen Kochtopf geben und mit Zitronensaft beträufeln.
Den Apfelsaft mit Zucker aufkochen. Vorab das Puddingpulver mit etwas Apfelsaft glattrühren. Wenn der Apfelsaft hochkocht, das glattegerührte Pulver einrühren und bei etwas reduzierter Hitze unter ständigem Rühren eine Minute köcheln lassen.
Die vorbereiteten Apfelscheiben nun darunter heben.
 Den Apfel-Pudding auf den ausgekühlten und mit einem Tortenrahmen umfassten Biskuitboden füllen und glattstreichen. Mindestens 2 Stunden erkalten lassen.
Für die Quarcreme die Sahne steifschlagen.
Quark mit Puderzucker und Vanille glattrühren, Sahne behutsam unterheben.
Die Quarkcreme auf die erkaltete Apfelschicht füllen und mit einem Esslöffel kleine Mulden in die Quarkcreme drücken.
Schokolade mit dem Sparschäler schälen und die Raspeln auf die Torte streuen. 
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Samstag, 18. März 2017

Backen mit Urgetreide: Cookies mit Einkornmehl

 Heute endet meine Triologie von Backrezepten mit Einkornmehl.
Nach einem Einkornkuchen und einem Einkornbrot...was fehlt da noch?
Ja genau - Einkornkekse! Genauer gesagt. Cookies mit Einkornmehl :)

Ein Blick auf die Zutatenliste verrät: Es ist kein super-gesundes Cookierezept, sondern ein klassisches Chocolate Chip Cookie Rezept, nur halt mit Einkornmehl. Butter und Zucker - ist beides drin. Mir kam es wie bei allen neuen Mehlsorten darauf an, nicht sofort ein komplett neues (und gesundes) Rezept zu kreiiren, sondern es erstmal mit einem "klassischen" Rezept zu backen, um zu sehen, wie der Unterschied in Konsistenz und Geschmack ist bei ansonsten gleichbleibenden Zutaten.
Diese Cookies backen wir zuhause sonst immer mit Dinkelmehl Typ 630, also Auszugsmehl.
In dem heutigen Rezept ist dagegen Vollkornmehl drin. Farblich sind die Cookies deshalb schon eine Spur dunkler, aber sieht trotzdem nicht nach trockenen Öko-Keksen aus, wie manch einer das so schön betitelt ;)

Was Einkorn überhaupt für ein Getreide ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Klassische Chocolate Chip Cookies mit Einkornmehl
Zutaten für zwei Bleche (ergibt ca. 34 Cookies):
200 g Einkornmehl (Vollkorn)
1 TL Natron
1 Msp Backpulver
1 Prise Salz
90 g Rohrzucker
60 g Zucker
Vanilleextrakt nach Belieben
120 g Margarine oder Butter
1 Ei
75 g Chocolate Chips
Zubereitung:
Zuerst die Margarine/Butter mit dem Zucker cremig rühren. Ei untermixen sowie Vanilleextrakt.
Die trockenen Zutaten sowie die Chocolate Chips mischen und kurz untermischen.
Aus dem Teig kleine Portionen abstechen und mit den Händen zu Kugeln formen. Mit etwas Abstand auf ein Backblech setzen (die laufen noch gut auseinander) und bei 180°C Ober-/Unterhitze für 12-15 Minuten backen (je nachdem wie knusprig man die Cookies mag).
Abkühlen lassen und in einer Blechdose lagern.
Einkorn Flour CookiesIngredients (serves 34 cookies)
200 g Einkorn Flour
1 tsp baking soda
1 knife point of baking powder
pinch of salt
90 g raw cane sugar
60 g sugar
some Vanilla extract
120 g butter
1 egg
75 g chocolate chips

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Samstag, 11. März 2017

Schnelles Einkorn-Dinkelbrot mit Leinsaat [Backen mit Urgetreide]

Nach dem Einkorn-Kuchen von letzter Woche habe mich noch am selben Tag an dieses Einkorn-Dinkelbrot gewagt. Man kann sich ja nicht nur von Kuchen ernähren, stimmt's? ;)
Das Brot hier enthält wieder Hefe, die vergangenen Rezepte sind ja oft ohne ausgekommen, weil ich Hefe nicht so gut vertrage. Momentan geht es aber wieder.
Und trotz der Hefe ist das Brot schnell gemacht. Es kann direkt nach dem Anrühren in den kalten Ofen gegeben werden. Die Zeit zum Vorheizen des Ofens dient dem Brot quasi als Gehzeit, wenn man's so nimmt.
Beide Mehlsorten - sowohl Einkorn als auch Dinkel - sind hier in der Vollkorn-Version vertreten. Dennoch ist das Brot kein bisschen trocken. Ist ja auch genug Wasser drin ;)
Zutaten für ein Laib:
250 g Dinkelvollkornnmehl
250 g Einkornmehl
30 g Leinsamen, geschrotet
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL Salz
3 EL Apfelessig
1 Prise Zucker
400 ml lauwarmes Wasser 

Zubereitung:
Die Mehlsorten miteinander mischen. Salz, Hefe und Zucker untermengen. Anschließend Essig und Wasser zufügen und alles mit dem Knethaken ca. 5 Minuten verkneten. Den Teig in eine gefettete kleine Kastenform geben. Die Form in den kalten (!) Ofen schieben, auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen und 10 Minuten backen. Die Hitze auf 190°C reduzieren und weitere 40-50 Minuten weiterbacken. Nach ca. 25-30 Minuten kann das Brot aus der Form geholt und so auf dem Rost gebacken werden.
Das Brot schmeckt frisch aus dem Ofen am besten, nach zwei Tagen wird es allerdings trocken. Daher das Brot lieber teilen, einfrieren und bei Bedarf autauen. Oder toasten!
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Samstag, 4. März 2017

Einkorn-Kuchen mit Teff, Birne & Zimt [Gesunde Alternativen zu Weizenmehl]

Wie sehr ich mich freue, dass ich euch wieder eine (oder genauer gesagt, sogar zwei!) neue Zutaten vorstellen kann! :)
Neu sind die beiden Getreidesorten jedoch ganz und gar nicht, nur in der heutigen Ernährung sind sie vom Weizen stark verdrängt worden und auch auf meinem Blog ist noch kein Rezept mit ihnen vorhanden.

  Die Rede ist von Einkorn und Teff.
Zum Einkorn
Einkorn ist sozusagen die Urform des Weizen. Früher war Einkorn fester Bestandteil der Ernährung. Da er aber längst nicht so ertragreich ist wie der heutige hochgezüchtete Weizen, zeigen viele Getreideproduzenten Einkorn die kalte Schulter. Seit einigen Jahren ist das Urgetreide langsam wieder im Anmarsch. Im Supermarkt findet man das sehr nährstoffreiche Urkorn aber leider noch nicht. 
Der Unterschied zu Weizen (den auch Dinkel und Emmer haben) ist sind die Spelzen, die das Getreidekorn umgeben. Diese benötigen nämlich einen weiteren Schritt in der Verarbeitung, also das Entspelzen.
Diese Urformen haben aber den Vorteil, dass sie sehr robust sind und auf nährstoffarmen Böden wachsen, auf den der Weizen nicht gut gedeihen könnte. Durch die Robustheit des Urgetreides kann auf chemische Pflanzenschutzmittel weitgehend verzichtet werden, sodass sie gut in den biologischen Landbau passt.

Einkorn ist deutlich eiweißreicher als Weizenmehl. Es enthält mehr Ballaststoffe und Mineralstoffe. Außerdem ist es reich an Carotinoiden (sekundärer Pflanzenstoff, ebenfalls sehr wichtig für eine gesunde Ernährung, der auch in Möhren und Süßkartoffeln enthalten ist). Durch das Carotin weist das Mehl eine gelbliche Farbe auf. Dieses ist jedoch eher bei der Auszugsvariante sichtbar, bei der Vollkornvariante kommt der gelbliche Ton weniger zum Vorschein.

Einkorn ist vielseitig in der Küche einsetzbar. Sein Geschmack ist mild-nussig, sodass man prima süße Gebäcke wie Rührkuchen, Mürbeteigkekse & Waffeln damit backen kann.
Einkorn ist nicht glutenfrei. Im Gegenteil es enthält sehr viel Gluten ("Klebeeiweiß").
Zum Teff
Teff stammt aus Äthiopien und gehört zur Familie der Süßgräser. Da es als das kleinste Getreide der Welt gilt, ist es auch unter dem Namen Zwerghirse bekannt. 
Obwohl es glutenfrei ist, besitzt es gute Backeigenschaften und ist vielseitig einsetzbar. Es ist nur in der Vollkornvariante erhältlich und enthält somit viele wichtige Vitamine & Mineralstoffe sowie Eiweiß. 

Ich betone hier schon zum zweiten Mal den hohen Eiweißgehalt. Viele wissen, dass Milchprodukte und Fleisch gute Eiweißlieferanten sind. Da kommt Getreide nicht immer ran. Aber es kommt nich nur auf Eiweißmenge an, sondern auch deren Ursprung. Heutzutage ist der Mischköstler (also jemand der alles isst) eher zu viel Eiweiß tierischen Ursprungs. Ernährungsexperten empfehlen jedoch, zwei Drittel der Eiweißzufuhr am Tag durch pflanzliche Produkte wie Hülsenfrüchte oder eben Vollkornprodukte zu decken und nur ein Drittel aus tierischen Produkten wie Fleisch, Käse und Milchprodukte. Um die biologische Wertigkeit von pflanzlichen Eiweiß zu erhöhen, sprich, es besser in körpereigenes (Muskel-)Eiweiß umzuwandeln, sind gute Kombinationen von pflanzlichen Lebensmitteln auszuwählen.

Neben diesen hochwertigen Kohlenhydraten aus dem vollen Korn und Ballaststoffen, hat Teff auch nennenswerte Mengen an Kalium und Magnesium zu bieten. 
 Falls ihr noch kein Einkorn im Handel gesehen habt, fragt bei einem Vollwertbäcker oder Biobäcker nach, ob sie solche Brote im Sortiment haben. Oft verkaufen diese Bäckereien dann auch das Mehl an Verbraucher wie uns. Ich habe das Mehl von einem Bioland-Dinkelbäcker aus der Region geholt. Weitere Bezugsquellen können der Naturkosthandel (Reformhaus) sein oder das Internet.
Rezept angelehnt an Carrots for Claire

Zutaten für eine kleine Kranzform:
150 g Einkorn-Vollkornmehl
40 g Teffmehl
1 Prise Salz
1/2 TL (Weinstein-)Backpulver
1 großzügige Msp Zimt (Ceylon)
Mark einer Vanilleschote
60 g Rohrzucker (Original: 50 g Kokosblütenzucker)
2 Eier
100 ml Milch
75 g Rapsöl (Original: 100 g Butter oder Kokosfett)
1 Birne 

Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
Zuerst die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Anschließend Rapsöl, Eier und Milch dazugeben und mit einem Handmixer kurz auf höchster Stufe verrühren.
Die Birne schälen (oder einfach waschen), in mundgerechte kleine Stücke schneiden und unter den Teig heben mit einem Teigschaber.
Den Teig gleichmäßig in eine gefettete Kranzform füllen und bei 180°C Ober-/Unterhitze für 30 Minuten backen. Wenn bei der Stäbchenprobe nichts mehr am Holz haften bleibt, ist der Kuchen gar.
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Samstag, 25. Februar 2017

Snickerdoodles {Zimt-Cookies mit Dinkel}

Zimt geht immer, da sind wir uns einig oder?
Jaaaa...?
Perfekt! 🙆
Denn diese Snickerdoodles stehen schon länger auf meiner Nachbackliste und ich konnte die Gelegenheit, die sich neulich bot, ja nicht ausschlagen, nur weil die Winterzeit / Zimtzeit vorbei ist, nech? ;) (Bei mir ist übrigens immer Zimtzeit 😉)
Gut, vielleicht wären diese Kekse amerikanisches Ursprungs nicht unbedingt bei 30° C im Schatten nicht meine erste Wahl gewesen, bei der Frage, worauf ich gerade Lust hätte.
Wobei...wie wäre es mit einem Snickerdoodle Ice Cream Sandwich?! 😀
Ja, ich glaube, da wären wir wieder alle dabei!
Da wir aber (leider!) noch keine 30° C Außentemperatur haben, begnügen wir uns mit der einfachen Version ohne Füllung 😌
Zutaten für 2 Bleche:
70 g weiche Butter
75 g Rohrzucker
75 g weißer Zucker
1 Ei
225 g Dinkelmehl
1/4 TL Zimt
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron

Zum Wälzen:
Zimtzucker

Zubereitung:
Butter und die beiden Zuckersorten schaumig schlagen. Anschließend das Ei unterrühren. Mehl mit Backpulver, Salz, Natron und Zimt mischen und kurz unter die Butter-Ei-Masse mixen. 
Aus dem Snickerdoodle-Teig nun kleine Portionen abstechen und zwischen den Händen zu Kugeln formen. In einer kleinen Schüssel den Zimtzucker einfüllen und die Kugeln darin von allen Seiten wälzen. Die fertig gewälzten Cookies auf ein Blech setzen und bei 180° C Ober-/Unterhitze ca. 12-15 Minuten backen (je nachdem wie knusprig ihr die Cookies mögt!).
Nach dem Backen auf einen Teller geben und abkühlen lassen.
Snickerdoodles
Ingredients:
70 g butter, softened
75 g cane sugar
75 g sugar
1 egg
225 g flour
1/4 tsp cinnamon
pinch of salt
1 tsp baking powder
1/2 tsp baking soda

cinnamon sugar for rolling


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